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Wie bin ich zum Bogenschießen gekommen?
Das war wohl alles ein blöder Zufall oder Bestimmung, keine Ahnung. Meine Freundin Claudia hatte Geburtstag, und wie es in der heutigen Zeit nun mal so ist, "was soll ich schenken?".
Zufällig an diesem Tag fand ich im Postkasten eine Zeitung vom Bezirk Kitzbühel mit Informationen rund um die Freizeitgestaltung und da war ein Inserat geschalten über Bogensport in Kössen. Claudia hatte mir da mal etwas erzählt, dass sie es schon einmal probiert hatte und es ihr sehr viel Spaß macht. Somit schenkte ich ihr einen Gutschein über einen Tag beim Bogenschießen mit mir.
Gesagt getan, nur ohne vorher probieren geht sowas nicht.
So machten wir, Markus, Django und ich, uns auf nach Kössen und wollten das "Geschenk" mal testen. Nach kurzer Einweisung bekamen wir einen Leihbogen und Leihpfeile in die Hand gedrückt und den Parcoursplan. Als wir in den Wald kamen und die 3D Tiere sahen, die so lebensecht und gekonnt im Gelände platziert waren, waren wir ganz hin und weg. Das ist das Hobby was wir suchten, gemeinsam mit unserem Charly durch die Wälder streifen, frische Luft zu tanken und das Hirn einfach "ausschalten".
Wir hatten uns mit dem Virus infiziert und als wir das "Geschenk" einlösten" waren wir wohl schon mehrmals beim Ballern und hatten auch schon unseren eigenen Bogen.
Anfangs kauften wir nur einen Bogen für Markus und für mich, nur ein paar Pfeile und natürlich nur einen Bogenköcher..... Wir sind dann mit unserer "Ausrüstung" (28 Pfund, 2€ Pfeile und einem Rückenköcher) durch den Bezirk gefahren und haben nur noch gestaunt, wie viele Parcours es hier gibt. Jeden freien Tag und bei jeder Witterung waren wir auf einen Parcours.
Die erste Krise gab es dann, als Markus seinen eigenen Pfeilköcher haben wollte und auch seinen eigenen Bogen.... ;-) Wir wollten dann auch einem Verein beitreten und somit war der Grundstein für ein gemeinsames Hobby gelegt.
Wir haben es uns wirklich nicht leicht gemacht, wir haben alle Parcours in der Umgebung abgeklappert und die Mitglieder kennengelernt. Und eines Tages kamen wir zum BSV Lakota und haben den Parcours mit unserem "Gemeinschaftsbogen" besucht. Und ganz ehrlich, es hat uns kein Einziger ausgelacht (vielleicht heimlich ;-), aber das haben wir nicht mitbekommen), ganz im Gegenteil, wir sind am Tipi Platz angekommen und haben einen selten schönen Tag erlebt. Und somit war uns klar, diesen Verein möchten wir beitreten.
Der nächste Schritt war dann für jeden seine eigene Ausrüstung, und natürlich einen neuen Bogen zu kaufen. Ich habe mir dann gleich den Teuersten ausgesucht, aber er war halt einfach der Schönste. So ging es dann weiter, passende Pfeile, passender Armschutz, etc. Ich glaube seit ich begonnen habe mit Bogenschießen habe ich 6 verschiedene Schäfte geschossen und etliche Male die  Befiederung geändert, weil mir irgendwann wieder was anderes besser gefallen hat.
Wir haben Stunden mit basteln verbracht, wir hatten Phasen, wo wir die Federn färbten, alles mit Fell überzogen haben und uns aus Leder Zubehör gebaut haben. Nach ein paar Monaten haben wir dann begonnen auch Turniere zu besuchen und es war erstaunlich wie viele Turniere es im Jahr gibt.
Wir waren 2009 fast jedes Wochenende auf einem  Turnier und es ist einfach immer wieder lustig und ein kleiner Urlaub. Freitags Sachen packen, rein ins Auto und quer durch Österreich. Wir kamen in Orte, da wäre ich wahrscheinlich mein ganzes Leben nie hingekommen und so lernen wir nebenbei noch Österreich kennen.  So viele Menschen wie bei diesem Sport habe ich in so kurzer Zeit noch nie kennengelernt und nicht nur kennengelernt, denn einige sind mittlerweile gute Freunde geworden.

Dieses Hobby macht einfach so viel Spaß und fordert mich immer wieder auf ´s Neue raus. Ich glaube es gibt niemals den Zeitpunkt, wo man glaubt alles erreicht zu haben und das ist das Schöne daran, denn hinterm Bogen stehe nur ich!

Mittlerweile haben wir unseren eigenen Verein, aber das ist eine andere Geschichte…

Liebe Grüße Margot

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